2002 - Goldener Violinschlüssel

Goldener Violinschlüssel
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2002

Goldener Violinschlüssel 2002  
an Hans-Jürg Sommer


Für die grossen Verdienste als Musikant, Komponist, Juror,  
Kursleiter und allgemeiner Förderer der Alphornmusik wurde  
Hans-Jürg Sommer am 12. Oktober 2002 in Oensingen der  
Goldene Violinschlüssel verliehen.  
Als Sohn einer Arbeiterfamilie mit einer schöpferischen Ader zog es Hans-Jürg Sommer zuerst zum bildnerischen Gestalten.  
Nach der Lehre als Dekorateur interessierte ihn die Musik und die Musikpädagogik jedoch mehr. So folgte -neben seiner  
täglichen Arbeit- die Vorbereitung auf das Musikstudium; dieses schloss er 1978 mit dem Diplom als Gitarrenlehrer am
Konservatorium Biel ab. Die Naturtonreihe -die Mutter aller Tonskalen- faszinierte ihn schon im Musikstudium.Der Schritt  
zum Alphorn war daher eine fast logische Konsequenz.Den ersten Kontakt mit diesem Instrument hatte er 1979, und nur  
ein halbes Jahr später erreichte er am Jodlerfest mit einem selbst komponierten Stück die Klasse 1.
Da in dieser Zeit nur sehr wenig Noten für Alphorn in gedruckter Form vorlagen, begann er selbst Stücke zu schreiben.  
Heute kann er ein Gesamtwerk von über 280 Stücken vorweisen. Sein Schaffen reicht von der leichten Alphornmelodie  
über Schulungsliteratur, Etüden, Stücke und Suiten für Alphorn und Orgel bis zu Werken mit Streichorchesterbegleitung  
und zu experimentellen Klängen. Seine Melodien finden sich auf rund 70 Tonträgern. Dabei ist er stets auf der  
Suche nach dem Geheimnis, was eine Melodie zur unverwechselbaren Alphornmelodie macht.
Er half jedoch auch vielen anderen Alphornkomponisten, ihre Melodien herauszugeben. So hatte er in gut 3/4 der  
heute erhältlichen rund 80 Hefte mit Alphornnoten in irgend einer Form die Hand im Spiel und hat damit  
massgeblich zur Erweiterung des Repertoires beigetragen.
Hans-Jürg Sommer figuriert seit mehr als 10 Jahren als meistgespielter Alphornkomponist an den Wettspielen der  
Alphornbläser anlässlich der Jodlerfeste.
Achtzehnmal war er Jurymitglied an diesen Wettspielen, davon zwölfmal als Obmann einer Jury und  
viermal als Gesammtobmann aller Jurymitglieder (so 1990 am Eidg. Jodlerfest in Solothurn)  
Im Jahre 1999 verlieh im die Alphorn-Vereinigung der Nordwestschweiz die Ehrenmitgliedschaft für seinen zwölfjährigen  
Einsatz als Kurs-/Jury-Chef und Vorstandsmitglied. Im gleichen Jahr wurde er mit dem Oenziger Kulturpreis für sein  
bisheriges Schaffen geehrt.  
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